Kreativität unter Zeitdruck:
Graffiti-Workshop an der BBS Bernkastel-Kues
Im Rahmen der diesjährigen Projekttage durfte ich einen Graffiti-Workshop an der Berufsbildenden Schule (BBS) Bernkastel-Kues durchführen. Ziel des Workshops war es, den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die Welt des Graffiti zu geben und ihnen die Möglichkeit zu bieten, selbst kreativ mit der Sprühdose zu arbeiten.
Zu Beginn beschäftigten wir uns mit der Entstehungsgeschichte des Graffiti. Die Teilnehmer erfuhren, wie die Bewegung in den Straßen New Yorks entstand und sich von einfachen Namenszügen zu einer weltweit anerkannten Kunstform entwickelte. Anschließend ging es um die Grundlagen des Letterings: Wie werden Graffiti-Buchstaben aufgebaut? Welche Stilrichtungen gibt es? Und wie entwickelt man aus einer einfachen Skizze ein individuelles Graffiti?
Nach der theoretischen Einführung wurde es praktisch. Gemeinsam entstand ein Wandmotiv, das von den Schülerinnen und Schülern mit viel Engagement und Kreativität umgesetzt wurde. Dabei lernten sie den sicheren Umgang mit Sprühdosen kennen und konnten die Wirkung verschiedener Spraycaps ausprobieren, die für unterschiedliche Linienbreiten und Effekte sorgen.

Eine besondere Herausforderung stellte an diesem Tag die große Hitze dar. Aufgrund der hohen Temperaturen wurde der Unterricht bereits um 11:00 Uhr beendet. Dadurch stand der Gruppe deutlich weniger Zeit zur Verfügung als ursprünglich geplant. Dennoch arbeiteten die Teilnehmer konzentriert und motiviert weiter, um das gemeinsame Projekt fertigzustellen.
Das Ergebnis kann sich absolut sehen lassen. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass die meisten Schülerinnen und Schüler zuvor kaum oder gar keine Erfahrungen mit Sprühdosen gesammelt hatten. Innerhalb weniger Stunden lernten sie die Grundlagen dieses Mediums kennen und setzten diese direkt in die Praxis um.
Die große Begeisterung der Teilnehmer zeigte, wie attraktiv kreative Projekte dieser Art für junge Menschen sind. Das Interesse am Workshop war bereits in diesem Jahr so groß, dass für die kommenden Projekttage bereits zwei Graffiti-Workshops an gleicher Stelle geplant sind.
Auch für die Zukunft gibt es spannende Perspektiven: Wie der Schulleiter angekündigte, besteht eventuell die Möglichkeit, dass eine Wand in einem neu entstehenden Foyer von den Schülerinnen und Schülern gestaltet wird. Damit könnte Graffiti nicht nur als Workshop-Erlebnis, sondern auch als sichtbarer Bestandteil des Schulgebäudes dauerhaft präsent werden.
Ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung im nächsten Jahr und auf viele weitere kreative Ideen, die gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern umgesetzt werden können.

Ein Dank geht an die Berufsbildende Schule Bernkastel-Kues, die solch ein Projekt finanziell ermöglicht und mit viel Engagement den Schülern derartige Workshops ermöglicht.